„Hessen ist ein Land mit einzigartigen Traditionen und bedeutenden kunst- und kulturhistorischen Schätzen. Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster sowie Bauern- und Gutshäuser besitzen einen hohen Stellenwert für die regionale, darüber hinaus aber auch für die kulturelle Identität Hessens insgesamt. Sie geben Zeugnis von der kulturellen Lebendigkeit und Vielfalt Hessens. Die Ende vergangenen Jahres erfolgte Neuauflage eines Kulturinvestitionsprogrammes mit einem Umfang von 10 Millionen Euro bis 2019 ist daher eine gute und richtige Entscheidung. Auf diese Weise wird es beispielsweise möglich, die romanische Kirche und Propstei des ehemaligen Klosters Konradsdorf bei Ortenberg aus dem 12. Jahrhundert zu sanieren und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise erhalten wir das wertvolle kulturelle Erbe unseres Landes, so dass es für die nachfolgenden Generationen erlebbar bleibt“, sagte die zuständige Sprecherin und Mitglied im Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Judith Lannert, im Rahmen der Plenardebatte. Die Regierungsfraktionen hatten zur Thematik einen eigenen Antrag eingebracht (Drs. 19/2646). Ziel des Programmes sei hierbei nicht nur der bloße Erhalt der vorhandenen kulturellen Schätze, sondern auch die Steigerung der touristischen Attraktivität von Burgen, Schlössern und Gärten. Dies beinhalte auch eine Verbesserung des barrierefreien Zugangs.

Das Kulturinvestitionsprogramm erstrecke sich über ganz Hessen. Derzeit seien 28 einzelne Maßnahmen an 21 Standorten geplant. „Dazu nur einige Beispiele: Im Staatspark Wilhelmsbad in Hanau wird die Bogenbrücke am Schneckenberg und die Kettenbrücke am Karussell instand gesetzt. Die Burg Münzenberg, eine der bedeutendsten stauferzeitlichen Burgen in Deutschland, profitiert ebenfalls von dem Programm. Dort werden 300.000 Euro zur Substanzsicherung sowie der Gewährleistung der Verkehrssicherheit investiert. Schließlich können durch das Programm unter anderem die beiden sanierungsbedürftigen Wachthäuser am Eingang zum Schloss Wilhelmstal, eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Rokoko in Deutschland, zum Besucherzentrum umgebaut werden. Das zeigt die ganze Vielfalt des Kulturlandes Hessen“, so Lannert.

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